Sonntag, 30. Oktober 2016

Debbie Macomber - Sommersterne

Hallöchen!
Heute möchte ich, sozusagen, die letzten warmen Tage des Jahres verabschieden. Deshalb habe ich ein sommerlicheres Buch für euch.



Autor: Debbie Macomber
Titel: Sommersterne
Verlag: Blanvalet
Seiten: 414 Seiten
Ausgabe: Taschenbuch
ISBN: 9783734101908
Preis: 9,99€ (D) / 10,30€ (A)




Es ist Sommer geworden im Städtchen Cedar Cove. Jo Marie Rose, die Besitzerin des Rose Harbor Inn, verbringt die meiste Zeit im Garten – zusammen mit Mark Taylor, der ihr bei der Instandhaltung zur Hand geht. Und obwohl sie allen, und auch sich selbst, versichert, dass Mark nur ein Freund ist – sie muss ständig an ihn denken. Auch ihre Gäste haben mit ihren Gefühlen zu kämpfen: Ellie Reynolds ist in Cedar Cove, um sich mit einem Mann zu treffen, der ihr gehörig den Kopf verdreht hat. Maggie und Roy Porter wollen ihren Urlaub nutzen, den Funken zurück in ihre Ehe zu bringen. Was werden die lauen Nächte für sie alle bereithalten?
(Quelle: randomhouse.de)




Debbie Macomber ist mit einer Gesamtauflage von über 170 Millionen Büchern eine der erfolgreichsten Autorinnen überhaupt. Wenn sie nicht gerade schreibt, ist sie eine begeisterte Strickerin und verbringt mit Vorliebe viel Zeit mit ihren Enkelkindern. Sie lebt mit ihrem Mann in Port Orchard, Washington und im Winter in Florida.
(Quelle: randomhouse.de)


Das Cover des Buches hat mir wieder super gefallen. Es versetzt mich auch jetzt, trotz des kalten Herbstes, in Sommerstimmung. Ich würde am liebsten direkt auf die Fensterbank greifen und den Drink an mich nehmen. Innen ist das Buch wieder sehr schlicht designt, was ich aber gar nicht schlimm finde.
Die Figuren haben mir wieder richtig gut gefallen! Man lernt wieder einiges neues über Jo Marie, diesmal spielt auch ihre eigene Familie eine kleine Nebenrolle, und über Rover, ihren kleinen süßen Rabauken. Auch Mark ist wieder mit von der Partie. Allerdings ist er immer noch so verschwiegen wie immer.
Ellie fand ich sehr süß. Sie ist eher schüchtern und hält sich sehr an die Ratschläge und Hinweise ihrer Mutter. Das war am Anfang auf jeden Fall mein Eindruck. Doch das änderte sich ziemlich schnell. In Cedar Cove kommt sie aus sich raus und ignoriert dann auch mal die Anrufe ihrer Mutter, was Ellie ziemlich gut getan hat, würde ich mal sagen. Sie fängt an sich von ihrer Mutter zu lösen und deckt mit ihrem Besuch in Cedar Cove ein großes Familiengeheimnis auf. Dadurch entwickelt sie sich weiter und diese Entwicklung kann man sogar ganz gut im Buch beobachten, auch wenn es nur ein kurzer Einblick in ihr Leben ist.
Maggie und Roy haben mir echt ein bisschen zu denken gegeben. Sie sind seit einige Jahren verheiratet und haben zwei Söhne. Er arbeitet, sie ist zuhause. Das bringt inzwischen schon einige Probleme mit sich, aber sie haben auch noch andere Hürden zu überwinden und wollen sich an diesem Wochenende im Rose Harbor Inn mal wieder nur auf sich konzentrieren.
Ich war wieder sehr schnell mitten drin in der Geschichte und habe richtig mitgefiebert.

5 von 5 Bembel
Danke schön an den blanvalet Verlag und das Bloggerportal von RandomHouse für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Wenn ihr euch nochmal in Erinnerung rufen wollt was in den ersten beiden Bänden passiert ist, habe ich euch hier die Rezensionen von Band 1 und Band 2 verlinkt.
Eure

Freitag, 21. Oktober 2016

Raymund Krauleidis - Eine Rolle Klopapier hat 200 Blatt. Warum ist keins mehr da, wenn man es am dringensten braucht?

Hallo Leute!
Heute habe ich ein ziemlich cooles Buch für euch. Es ist zwar nicht sehr dick, aber sehr unterhaltsam!

Autor: Raymund Krauleidis
Titel: Eine Rolle Klopapier hat 200 Blatt. Warum ist keins mehr da, wenn man es am dringensten braucht?
Verlag: Goldmann Verlag
Seiten: 192 Seiten
Ausgabe: Taschenbuch 
ISBN: 9783442158874
Preis: 8,99€ (D), 9,30€ (A),



Die Textaufgaben, mit denen uns Mathelehrer früher quälten, waren absolut unrealistisch. Wen interessiert schon die gerechte Aufteilung von Schokolinsen? Und wieso den Preis für fünf Brötchen mühevoll selbst berechnen, wenn kompetente Bäckereifachverkäuferinnen das viel besser können? Dabei kann die Welt der Textaufgaben verrückt und lustig sein – genau wie das wahre Leben. Ein Beispiel: Über 90 Prozent aller Deutschen besitzen ein Handy. a) Wieso rufen Mütter immer auf dem Festnetz an? b) Erklären Sie, weshalb Mütter-Telefonate grundsätzlich über 30 Minuten dauern – auch wenn seit dem Anruf vor zwei Tagen nichts Berichtenswertes passiert ist. Ein grandioses und unterhaltsames Vergnügen mit Suchtfaktor, das jede Wartezeit, z.B. vor dem Aufzug, im Handumdrehen vergehen lässt.  (Quelle: randomhouse.de)



Raymund Krauleidis wurde 1973 in Tübingen geboren, wo er nach dem Abitur auch Betriebswirtschaftslehre studierte. Seitdem hat der Diplom-Kaufmann den deutschen Büroalltag bei einem Telekommunikationsdienstleister und bei einem großen Energieunternehmen kennen lernen dürfen. Krauleidis ist nicht nur ein erfolgreicher Sachbuchautor, er ist darüber hinaus auch seit vielen Jahren als Satiriker für diverse Online-Magazine (ZYN!, Frankfurter Magazin, kolumnen.de, Glasauge) tätig. (Quelle: randomhouse.de)



Das Cover finde ich grandios! Es zieht definitiv die Blicke auf sich. Ich hatte es einmal in der Bahn dabei und mein Gegenüber hat mich nach einem Blick aufs Cover über das Buch ausgefragt. Es gibt nicht so viele Bücher mit Klopapier als Motiv denke ich.
Hätte ich das Buch im Buchladen gesehen oder den Titel gelesen hätte ich es auch auf jeden Fall mitgenommen. Der Titel zieht genauso Neugierige an wie das Cover.
Die Textaufgaben sind wie bei z.B. Quizbüchern in Kategorien aufgeteilt. Und es ist echt alles dabei! Zu Sport, Alltagssituationen und vielen anderen Dingen gibt es eigene Kategorien und an Textaufgaben findet man echt die komischsten Gedankengänge als mathematische Aufgabe. Einkaufen von allen möglichen Dingen, Situationen mit Familienmitgliedern oder Dienstleistern und kuriose Alltagssituationen sind nur ein Teil des Ganzen.
Aber das Buch ist nicht nur zum Schmunzeln gedacht. Der Autor möchte uns trotzdem ein bisschen fordern und hat dafür einige Aufgaben so erstellt, dass man sie tatsächlich ausrechnen kann. Aber um uns nicht den Spaß zu verderben, weil wir uns die Zähne an irgendwelchen Aufgaben ausbeißen (ist ja kein richtiges Schulbuch) und daraufhin wirklich die Lust am Buch zu verlieren, hat Herr Krauleidis freundlicherweise auch die Lösungen dem Buch beigefügt. Und so kompliziert die Aufgaben dann auch aussehen, habe ich mich an ein paar rangewagt und im Gegensatz zu den Schulaufgaben auch den Großteil ohne Nachschauen in den Lösungen gerechnet.
Ich hatte das Buch oft während des FSJs in meiner Pause dabei. Da diese nur 30 Minuten lang war, hat dieses Buch immer sehr gut gepasst. Wennn ich ein bisschen die Zeit vergaß in der Pause, konnte ich schnell einen Cut machen und wieder zurück an die Arbeit gehen.

Ein lustiges Buch für Zwischendurch!

5 von 5 Bembel
Danke schön an den Goldmann Verlag und das Bloggerportal von RandomHouse für das Bereitstellen des Rezensionsexemplars.

Eure
 

Samstag, 8. Oktober 2016

Mein Jahr mit den Blinden

Hallo meine Lieben,
heute wollte ich mal ein bisschen was zu meinem freiwilligen sozialen Jahr loswerden.
Ich habe mein FSJ in einer Schule für Blinde und Sehbehinderte in Hamburg absolviert. Neben der Arbeit in der Einsatzstelle habe ich auch noch regelmäßig in den Schulferien Seminare gehabt. Diese wurden bei meinem FSJ-Träger abgehalten, in meinem Fall das Elsa-Brändström-Haus in Blankenese.

Ich wusste während meines letzten Abijahres nicht genau, was ich machen will. Deshalb beschloss ich erstmal ein FSJ in Hessen in der Nähe meines Wohnorts zu machen.
Auf dem Rückweg von einer Familienfeier haben meine Mutter und ich über das FSJ gesprochen und plötzlich kam sie mit der Idee einfach mal in ganz Deutschland zu schauen, was es für FSJ (soziales Jahr) und FÖJ (ökologisches Jahr) Angebote gibt. Ich hatte nicht geglaubt, dass meine Eltern mir erlauben würden weiter wegzuziehen für so ein freiwilliges Jahr. Aber auf meine Nachfrage meinte meine Mutter, dass sogar Hamburg eine Möglichkeit wäre.
Und es hat sich defintiv gelohnt.

Informationen habe ich hautpsächlich hier gefunden. Aber solltet ihr euch für ein FSJ oder FÖJ interessieren hilft vor allem einfach googeln und dann durch die Ergebnisse durcharbeiten. Es gibt so viele Möglichkeiten und Angebote.

Ich habe mich dann irgendwann für das Elsa entschieden und habe spontan eines Abends vor dem Fernseher meiner Bewerbung losgeschickt.
Nach einem sehr aufschlussreichen Telefonat mit dem Elsa hatte ich dann auch eine Vorstellung was ich genauer machen möchte während des Jahrs und eine e-Mailadresse und Telefonnummer von der Schule.
Ich hatte ziemlichen Bammel vor dem Telefonat, weil ich generell telefonieren mit so offiziellen Sachen nicht so mag (dazu zählen auch Ärzte und Ämter), aber es war zum Glück sehr positiv! Ich bin aber halt generell auch mehr der Mensch, der gerne alles per Mail oder persönlich klärt.

Der nächste Schritt ist die Hospitation in der Einsatzstelle. Das ist einfach ein Probetag, um zu gucken, ob man dort gut hinpasst und um schon mal etwas genauer die Arbeit kennen zu lernen. Auf dem Papier hört sich ja fast alles gut an, aber dann in der Realität sieht es ja doch oft anders aus.
Bei mir war das natürlich alles etwas komplizierter, weil ich ja irgendwie von Hessen nach Hamburg kommen musste.
Eine gute Sache an den Hessen ist, dass sie gerne Fasching feiern und deshalb sogar ihren Kindern am Rosenmontag schulfrei geben. Die Hamburger sind nicht so die Faschingsfeierer und gehen deshalb Montags trotzdem zur Schule. Das war mein Glück, denn so konnte ich an Faschingssamstag, gleichzeitig auch Valentienstag, nach Hamburg reisen und Montags zum Probetag in die Einsatzstelle gehen.
Bevor ich sogar bestätigen konnte, dass es mir in der Einsatzstelle gefallen hat, bekam ich schon meine Zusage.
Danach suchte ich mir noch ein Zimmer in Hamburg und dann konnte mein FSJ schon starten.

Eins ist klar: Als FSJler ist man die letzte Position in der Nahrungskette. Man muss fast alles machen. Ich habe natürlich mega viel mit den Schülern gemacht. Von Beaufsichtigung in der Pause über Hilfestellungen bei Aufgaben bis zu Hilfe bei der Hygiene (Toilette, evtl. Zähne putzen, etc.) ist echt alles dabei.
Und dann muss man auch mal die Geduld beweisen und z.B. mit einem Schüler fünfzig Mal Ringe auf einen Holzstab aufstecken und wieder runternehmen. Oder man sitzt mit einem Schüler in einem Raum, hört Musik oder ein Hörspiel und sieht dem Schüler beim Entspannen und Schlafen zu.
Aber nicht nur die Arbeit mit den Schülern gehört dazu. Ich habe auch Botengänge erledigt (zum Teil auch mit Schülern). Einkaufen im Lidl, kopieren und ausdrucken, Briefe in den Fächer von Kollegen verteilen, beim Aufbau von Veranstaltungen helfen.

Während meines FSJs habe ich sehr viel gelernt. Über mich, über Sehbehinderungen und Blindheit, über Behinderungen, über das Leben. Ich habe wahnsinnig viele Menschen kennengelernt, neue Freunde gefunden. Meine besten Freundinnen sind FSJ-Kolleginnen und meine Vorgängerin aus meiner Klasse.

Heute will ich den Post mal mit einem Zitat beenden.

Do. Or do not. There is no try. - Yoda

Also wenn ihr ein FSJ machen wollt, dann macht es. Sucht euch einen Träger, schreibt eine Bewerbung, zieht es durch. Selbst wenn ihr während des FSJs merkt, dass es doch nichts für euch ist, könnt ihr immer noch die Reißleine ziehen. Dafür gibt es schließlich die Möglichkeit zu kündigen.

Liebe Grüße
 

Samstag, 1. Oktober 2016

VOY!


Voy bedeutet Ich komme auf spanisch und ist ein sehr wichtiger Begriff im Blindenfußball. Wer keinen Ball am Fuß hat, muss sich durch Voy bemerkbar machen. Und auch der Ball macht sich bemerkbar, sobald er bewegt wird. Durch kleine Rasselelemente im Ballinneren hört man den Ball sehr gut.
Zusätzlich zu einem rasselnden Ball und dem Voy der anderen Spieler gibt es aber auch noch andere Orientierungspunkte für die Spieler.

Der Torwart ist sehbehindert oder sehend und kann den Spielern durch das sogenannte Guiding sagen, wo die gegnerischen Spieler stehen und andere Informationen zum Spiel geben. Er versucht das Spiel bzw. den Spielverlauf für die vier Spieler zu verbildlichen.
Auf der anderen Seite des Spielfelds hinter dem gegnerischen Tor steht noch eine sehende Person. Der Hintertorguide hat die gleiche Aufgabe wie der Torwart (abgesehen vom Tore verhindern). Auch er verbildlicht den Spielverlauf und makiert das Tor in dem die Bälle versenkt werden sollen. Dabei gibt er auch den Abstand zum Tor und zur Grundlinie an den ballführenden Spieler weiter. Dann weiß der Spieler ab wann er schießen kann und wann er im Aus landet.

Außerdem steht an der Mittellinie noch eine Person, ebenfalls sehend, die den Spielverlauf verbildlicht. Am Blindenfußball Masters hat das bei uns unser Trainer Wolf Schmidt gemacht.

Jeder Spieler, egal ob sehbehindert oder blind, setzt eine Dunkelbrille auf. Gleiche Bedingungen für alle Spieler sind so möglich. Dass kann man auch ganz gut auf dem Bild sehen, dass ich beim Blindenfußball Masters gemacht habe.

Jonathan Tönsing, St. Paulianer und Nationalmannschaftsspieler kämpft gegen einen Spieler von Sporting Paris.

In Deutschland gibt es eine Bundesliga, deren Spieltage als Block in den Städten der teilnehmenden Vereine gespielt werden. Teilgenommen haben dieses Jahr 9 Vereine und Spielgemeinschaften.
Im Juli machte diese Städtetour wärend des dritten Spieltages in Hamburg halt.

Gestern waren mein Trainer und ein Spieler aus meinem Team beim NDR 90,3 haben ganz kurz erklärt, wie Blindenfußball funktioniert. Das könnt ihr euch hier anschauen.

Und wenn ihr mal sehen wollt, wie Blindenfußball in der Profivariante aussieht, dann schaut doch mal bei dem folgenden Video vorbei. Das ist der Zusammenschnitt aller Tore des 9. Blindenfußball Masters.
Viel Spaß!


Ich wünsche euch noch einen schönen Samstag! Wir lesen uns morgen zu einem weiteren Blindenfußball-Blogbeitrag.

Eure